Mittwoch, 27. April 2016

Die Einsamkeit der Primzahlen

(via Google)

Während meiner Abwesenheit hier habe ich natürlich einige Bücher verschlungen, unter anderem Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano.

Im Buch geht es um Mattia und Alice, deren Leben miteinander verwoben sind.
Mattia ist ein stiller Junge, der die Welt wissenschaftlich betrachtet und sich selbst verletzt, um das Leben zu spüren. Alice kämpft mit einer Essstörung und versucht sich bei anderen Anerkennung zu verschaffen. Die beiden sind schon als Kind vom Leben gezeichnet und zwischen ihnen entsteht eine Freundschaft, denn nur sie verstehen einander.

Der Titel des Buches bezieht sich auf die einzigartige Verbindung der beiden, die nicht wirklich greifbar ist.
"Mattia hatte gelernt, dass es Paare von Primzahlen gab, zwischen denen immer eine gerade Zahl stand, die verhinderte, dass sie sich berührten.
In Mattias Augen waren sie beide, Alice und er, genau dies: Primzahlen, allein und verloren, sich nahe, aber doch nicht nahe genug, um einander wirklich berühren zu können."

Das Buch begleitet episodisch und chronologisch die beiden auf ihren Weg von der Kindheit ins Erwachsenwerden. Ihre Wege treffen sich und führen sie immer wieder auseinander und erneut zusammen.
Die Erzählweise hat einen leicht melancholischen Unterton, ohne jemals aufzugeben.
Die Charaktere sind facettenreich und sehr menschlich. Sie sind nicht perfekt und ihr Leben ist es auch nicht, aber genau das schätze ich. Manchmal fühlt man mit ihnen und an anderen Stellen, ist man nicht ihrer Meinung. Diese Mischung macht es spannend.

Für mich gibt es für diese tiefe Geschichte 4 von 5 Herzen.
❤❤❤❤♡ 
Alles Liebe
Fräulein Nachtschatten

1 Kommentar:

  1. Eine Geschichte mit Primzahlen, da freut sich mein Mathematikerherz :)

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