Tatsächlich habe ich eine Weile überlegt, ob ich hier die Bilder meiner Hochzeit veröffentliche, weil ich ja eigentlich private Sachen nicht so viel teile, sondern meist nur am Rande erwähne.
Dann ist mir allerdings klar geworden, dass ich fast alles an dieser Hochzeit selbst gebastelt habe und es wirklich schade wäre, dieses große Projekt nicht zu teilen.
Alles begann natürlich mit den Einladungen (auf dem Schildchen stehen eigentlich unsere Vornamen. Die habe ich jedoch heraus retuschiert, um unsere Privatsphäre zu wahren). Natürlich durfte ein bisschen schwarz nicht fehlen. Da ich schwarz-weiß allerdings zu kühl finde, wurde es schwarz-creme. Ein bisschen Vintage durfte natürlich auch sein. Und ja, dafür ist ein Buch gestorben...
Mein Brautstrauß war passend zu Einladungen und Deko aus
Papierblumen. Das Grundgerüst besteht aus einer Styroporkugel und der
Küchenpapier-Papprolle. Wie das geht, seht ihr
hier.
Den Griff habe ich aber vorher schon mit breitem Satinband umwickelt,
dann alles zusammengeklebt, die Kugel erst mit Buchseitenschnipseln
beklebt und abschließend alle Blüten aufgeklebt.
Zu den weiteren Vorbereitungen gehörten auch kleine Gastgeschenke. Die Seifenblasen wurden schon zur Trauung verteilt, damit sie beim Auszug aus dem Standesamt gleich verpustet werden konnten. Die kleinen Päckchen, die auch selbst gebastelt sind, dienten auf der Feier gleichzeitig als Namesschildchen für die Tischordnung. Darin befanden sich Glückskekse für unsere Gäste, die wirklich gut ankamen.
Die schwarze Blume ist übrigens aus den gleichem Buch gemacht. Diese Blüte habe ich allerdings noch mit schwarzen Edding bemalt. Der Effekt schwarz auf schwarz sieht wirklich toll aus, oder?
Natürlich gab es auch ein bisschen Tischdeko. Sie bestand in erster Linie aus einem Sammelsurium aus Einmach- und Konservengläsern, die als Windlichter dienten. Dazwischen gab es einige Flaschen mir Papierblumen. Anleitung und Vorlage zum Herunterladen für die Blüten gibt es
hier (Es sind dieselben, wie bei meiner Brautsrauß, nur ein bisschen größer.) Ich habe sie jedoch noch ein bisschen abgewandelt.
Hier nochmal die Deko in Aktion. Wir feierten im
Inselcafé der
Freundschaftsinsel. Die Karl-Förster-Gartenanlage ist einfach wunderschön, ruhig gelgen und mitten in der Stadt. Auch ein kleiner Geheimtipp, weil Touristen sich fast nie dorthin verirren.
Das Kleid ist übrigens ein Schnäppchen gewesen (50 Euro bei Orsay) und ich wurde von allen mit Komplimenten überschüttet, sogar von Fremden...) Allerdings musste es natürlich noch einen persönlichen Touch bekommen, sodass ich hinten entlang der Wirbelsäule viele verschiedene rote Knöpfe angenäht habe.
Haare und Make-Up habe ich auch selbst gemacht. Es gab einen klassischen Lidstrich (wie mein Alltagsmake-Up) und ein bisschen schwarzen Lidschatten im äußeren Augenwinkel. Die Frisur war auch der einen Seite französisch geflochten und die Haare dann in viele kleine festgesteckte Locken gelegt. Dazu gab es zwei schwarze Stoffrosen.
Ich glaube, das waren dann genug Hochzeitsimpressionen.
Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob ich weiter Fräulein Nachtschatten heiße oder das lieber ändere, schließlich bin ich jetzt eine Ehefrau...
Alles Liebe
Fräulein Nachtschatten