Montag, 16. März 2015

Im Märchenwald

(Bild via Google)
Ich war neulich mal wieder im Kino und als großer Märchenfilm gab es "Into the Woods".

Tja, was soll ich sagen?
Vielleicht erst einmal zum Inhalt:
Die Geschichte spielt in einem Wald, in dem sich Charaktere verschiedener Märchen über den Weg laufen.
Da gibt es einen Bäcker und seine Frau, die versuchen einen Fluch aufzuheben, um ein Kind zu bekommen;
Hans, der für seine Mutter seiner geliebte Kuh verkaufen soll und Zauberbohnen bekommt;
Rotkäppchen, die zu ihrer Großmutter will und dem Wolf begegnet;
Rapunzel in ihrem Turm, die einem Prinzen den Kopf verdreht;
Cinderella, die sich mit der Stiefmutter und den Stiefschwestern rumärgern muss und dabei einem anderen Prinzen den Kopf verdreht (der übrigens der Bruder des anderen Prinzen ist)
und natürlich darf die Hexe nicht fehlen.

Ehrlich gesagt, obwohl es schon zwei Wochen her ist, dass ich ihn gesehen hab, weiß ich immer noch nicht, was ich von diesem Film halten soll...
Hier die Fakten:
Der Film ist eine Musical-Verfilmung mit viel Gesang. Teilweise sehr schön, teilweise ein wenig anstrengend. Die Musik ist übrigends von dem gleichen Herrn, der auch bei "Sweeney Todd" für die Musik verantwortlich war, was man auch hört. Die Rollen sind mit bekannten Gesichtern und guten Schauspielern besetzt. Der Film hat Überlänge und wirkt teilweise etwas langatmig. Tatsächlich ist es anfangs eine unterhaltsame Märchenparodie, doch nachdem alle ihr Happy End gefunden haben, wird alles nochmals über den Haufen geworfen und verändert sich.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber für mich gehört zu einem Märchenfilm ein Happy End! Wahrscheinlich hätte ich den Film nicht zu Ende sehen sollen, dann hätte er mit wesentlich besser gefallen! Dazu habe ich auf der Wikipedia-Seite zum Film noch ein Zitat gefunden, dem ich mich anschließen kann:

„Die ersten zwei Drittel des Films, die wie die größten Hits der Gebrüder Grimm auf Lachgas sind, haben eine sprudelnde Energie. Aber sobald die Schnitzeljagd des Bäcker-Pärchens vorbei ist und ein tobender Riese auftritt, verliert der Film seine Magie wie ein luftloser Ballon.“
Chris Nashawaty für Entertainment Weekly

Abschließend noch eine Szene aus dem Film: Die beiden Prinzen haben beide Liebeskummer, wegen ihren unerreichbaren Traumfrauen und versuchen sich gegenseitig mit ihrem Herzschmerz zu übertrumpfen. Mehr Märchenparodie geht nicht!


Als richtiger Märchenfan bin ich ein wenig enttäuscht! Mit Auge zudrücken 3 von 5 Herzen, weil der Anfang nicht schlecht war.

❤ ❤ ❤ ♡ ♡

Alles Liebe
Fräulein Nachtschatten

6 Kommentare:

  1. Am Wochenende habe ich auch einen Moment überlegt, mir den Film anzugucken, mich aber dagegen entschieden. Wenn ich deine Rezension so lese, war das scheinbar eine ganz kluge Entscheidung. (:

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  2. Ich hatte mich auch sehr auf den Film gefreut und war bitter enttäuscht...vor alles Dingen das ständige Gesinge fand ich gruselig....schlau gemacht,das im Trailer nicht gesungen wurde...sonst wäre ich erst gar nicht ins Kino gegangen.....

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  3. Ich wollte ihn wegen Meryl Streep sehen, aber habe es bisher nicht geschafft. Und nach dieser Rezension will ich gar nicht mehr rein... Ich mag diesen Musikalquatsch nicht!

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  4. Ja also ich weiß ja nicht... bin zum Glück eh weniger der Kinogänger und sollte es dann doch mal wieder hin gehen, hoffe ich, dass die anderen nicht genau da rein wollen O_O weil klang jetzt ja nicht so prickelnd, hm...

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  5. so was wäre ohne gesang ne offenbarung... aber in hollywood kann man wahrscheinlich nicht anders... ;o)

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  6. Ich wusste gar nicht dass es eine Musical-Verfilmung ist und wollte da echt gerne rein aber jetzt... naja mir geht Gesang in Filmen oft irgendwann auf die Nerven :D

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